

Beschreibung
Die Briefe von Paulus an die Philipper und Kolosser
In diesem Quartal werden wir die Briefe von Paulus an die Philipper und die Kolosser betrachten.
Denke an die schwierigste Aufgabe, die du je hattest. Was machte sie so schwer? Waren es die Erwartungen oder die für die Arbeit vorgesehene Zeit - oder beides? War es deine Einstellung zur Aufgabe? Oder waren es vielleicht die Menschen, mit denen du zusammengearbeitet hast? Oder schien es einfach unmöglich, die Aufgabe überhaupt zu schaffen?
Denke über den Zweck des Erlösungsplans nach: Himmel und Erde vereinen. Das klingt unmöglich? Menschlich gesehen ist es das sicherlich. Dennoch gab Jesus den Aposteln kurz vor seiner Himmelfahrt eine scheinbar unmögliche Aufgabe: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,19-20).
Jesus sandte Paulus zu den Heiden, um diese scheinbar unmögliche Aufgabe zu erfüllen: „... um ihre Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil mit denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich“ (Apg 26,18).
Manche würden vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie so eine Aufgabe übertragen bekämen. Wir sollten jedoch die Versprechen nicht übersehen, die Jesus in beiden Fällen gab. Den Aposteln sagte er: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,20). Und zu Paulus: „Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du gesehen hast und wie ich dir erscheinen will“ (Apg 26,16).
Kurz gesagt: Jesus gibt menschlich unmögliche Aufgaben, damit wir uns bei ihrer Erfüllung auf ihn anstatt auf uns verlassen. Er gibt uns nie eine Aufgabe ohne die Kraft dazu, sie zu bewältigen. „Der menschliche Wille wird — wenn er mit dem Willen Gottes übereinstimmt - allmächtig. Denn was der Herr auch immer von uns zu tun erwartet, wird durch seine Kraft möglich So enthält jede Aufgabe zugleich auch die Befähigung dafür“ (BRG 271)
Erstaunlicherweise war das Evangelium zu der Zeit, als Paulus an die Kolosser schrieb, bereits „in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden“ (Kol 1,23 EB). Natürlich haben es nicht alle angenommen Aber wenn wir uns den Auftrag Jesu für die Apostel (Mt 28,18-20) und für Paulus genau ansehen, stellen wir fest, dass Jesus nie versprochen hat, dass alle Jünger werden oder sich bekehren würden. Das Evangelium soll gepredigt werden „in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Mt 24,14, Hervorhebung hinzugefügt). Wie sieht dieses Zeugnis aus? Wie genau soll das geschehen?
In diesem Quartal werden wir die Briefe von Paulus an die Philipper und die Kolosser betrachten. Sie haben wichtige Gemeinsamkeiten. Vor allem aber offenbaren sie Christus, den Einzigen, der in der Lage ist, Himmel und Erde zu vereinen. Er ist die Leiter, die Jakob sah, die von der Erde bis in den Himmel reichte (1 Mo 28,12; vgl. Joh 1,51). Als Menschensohn und Gottessohn erlöst Christus uns von der Sünde und tritt für uns ein.
Beim Studium dieser Briefe werden wir diese beiden Aspekte Jesu wahrnehmen. Wir werden einige der erhabensten Aussagen über die Göttlichkeit Christi betrachten, die es gibt, und sehen, wie er alles aufgab, um uns zu retten. Wir werden erleben, wie Paulus vom Gefängnis aus mit Problemen einer Gemeinde kämpfte, die er gegründet hatte (Philippi), und einer, die er nie besucht hatte (Kolossä). Das Netzwerk, das Paulus in der damaligen „Weltkirche“ knüpfte, ermöglichte es ihm, selbst aus einem römischen Gefängnis heraus auf Herausforderungen zu reagieren. Er wusste, dass seine Zeit knapp war, und tat alles, um die Kirche einander und dem Himmel näherzubringen. Dabei zeigt er uns, wie Gottes Kirche heute mit dem Himmel zusammenarbeiten kann, um den Endzeitauftrag aus Offenbarung 14 zu erfüllen, den wir als die „Dreiengelsbotschaft“ kennen.
Clinton Wahlen, Ph.D., ist stellvertretender Direktor des Biblical Research Institute der Generalkonferenz. Er ist Experte für Neues Testament, Hermeneutik und Adventgeschichte. Er hat in Deutschland, Neuseeland, Russland, Großbritannien und auf den Philippinen gelebt und gearbeitet. Er und seine Frau Gina haben zwei erwachsene Kinder, eine Schwiegertochter und zwei Enkelkinder.
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